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Shihepo will Sprungbrett zur WM-Chance nutzen

19.08.2013, veröffentlicht in Boxen
ThumbnailPaulus Ambunda and Wilbeforce Shihepo talk about their upcoming fights against Tomoki Kameda and Arthur Abraham ... click on the picture to watch the video in English

Willbeforce Shihepo (20-6, 15 K.o.´s) steht am 24. August vor der Chance seines Lebens. In der Sport- und Kongresshalle Schwerin kann er sich mit einem Sieg über Arthur Abraham (36-4, 28 K.o.´s) für eine WM-Chance empfehlen. Und der Mann aus Namibia freut sich schon riesig auf seinen zweiten Auftritt in Deutschland. Wie sich der Super-Mittelgewichtler auf das Duell mit dem Ex-Weltmeister vorbereitet hat, verrät der 30-Jährige im Interview.

Herr Shihepo, in Schwerin werden Sie gegen Arthur Abraham um die WBO-Intercontinental Meisterschaft im Super-Mittelgewicht boxen. Wie haben Sie sich auf diesen Kampf vorbereitet?

Willbeforce Shihepo: "Ich habe meine gesamte Energie in das Training für diesen Fight gesteckt. Seit über zwei Monaten befinde ich mich in der Vorbereitung auf das Duell mit Abraham. Unter anderem war ich in Südafrika, um mit Isaac Chilemba zu sparren. Ich kann es kaum abwarten, gegen Abraham in den Krieg zu ziehen."

Wann haben Sie eigentlich Ihre Liebe für das Boxen entdeckt?

Willbeforce Shihepo: "Ich bin schon recht früh in den Ring gestiegen. Mit zehn Jahren habe ich angefangen, als Amateur zu boxen. Für mich war das Gym immer so etwas wie mein Zuhause. Die anderen Boxer waren gewissermaßen wie eine Familie für mich. Zu dieser zähle ich unter anderem meine Teamkollegen Paulus Ambunda, Paulus Moses, Immanuel Naidjala, Bethuel Ushona und Johannes Mwetupunga."

Wie würden Sie den Stil von Arthur Abraham beschreiben und was wollen Sie dem entgegenhalten?

Willbeforce Shihepo: "Ich würde ihn eher als defensiv orientierten Boxer beschreiben. Um gegen mich eine Chance zu haben, muss er aber attackieren. Ich glaube nicht, dass er in der Lage ist, mich ernsthaft in Bedrängnis zu bringen."

Abraham hat WM-Titel in zwei verschiedenen Gewichtsklassen gewonnen. Sie haben bisher nur um kleinere Titel geboxt. Macht Sie das nervös?

Willbeforce Shihepo: "Nein, überhaupt nicht. Ich bin einfach nur froh, diese Chance zu erhalten. Darauf habe ich sehr lange warten müssen. Es spielt daher keine Rolle, wer mein Gegner ist und welche Erfolge er hatte. Ich will weiter nach oben. Deshalb muss ich jeden schlagen, der sich mir in den Weg stellt!"

Und wie boxen Sie? Eher aus der Distanz heraus oder im Infight?

Willbeforce Shihepo: "Ich mag und kann beides. So stelle ich sicher, dass meine Gegner nicht wissen, was auf sie zukommt. Genauso werde ich das auch mit Abraham handhaben."

Sie haben bereits in Deutschland gekämpft: 2012 in Offenburg. Wie gefällt Ihnen das Land?

Willbeforce Shihepo: "Ich liebe Deutschland. Die Menschen sind sehr nett. Auch in meiner Heimat Namibia habe ich viele deutsche Freunde. Daher fühle ich mich gut in Deutschland aufgehoben."

Kann man den Boxsport in Ihrer Heimat und in Deutschland miteinander vergleichen?

Willbeforce Shihepo: "Die Menschen in Namibia lieben das Boxen. Doch im Vergleich zu Deutschland sind wir in diesem Sport noch ein Entwicklungsland. Man muss sich alles hart erarbeiten. Den Kampf gegen Abraham kann ich deshalb als Sprungbrett nutzen, um das Boxen in Namibia noch populärer zu machen."

Wie sind Sie zu Ihrem Spitznamen „die schwarze Mamba" gekommen?

Willbeforce Shihepo: "So werde ich genannt, seitdem ich 14 Jahre alt bin. Mein Vater sagte mir, dass mein Schlag wie das Gift der schwarzen Mamba ist: Wenn ich treffe, bleibt die Wirkung nicht aus!"

Werden Sie die Sport- und Kongresshalle Schwerin am 24. August als Sieger verlassen?

Willbeforce Shihepo: "Wer hart arbeitet, der wird auch dafür belohnt. Es ist die Chance meines Lebens. Ich habe die intensivste Vorbereitung meiner Karriere hinter mir. Der Sieger am 24. August kann nur Shihepo heißen!"

Autor: Sauerland Event

derWesten, 19.08.2013

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„So mancher Bundesligist würde sich freuen"
Foto: Es war ein echtes Highlight für die Kreisliga-Fußballerinnen von Schwarz-Weiß Breckerfeld. Die Mannschaft von Trainer Klaus Leyendecker trat am Wochenende gegen die Nationalmannschaft von Namibia an. Am Ende setzte es eine 0:11-Klatsche - doch das wahr letztlich nebensächlich.
 
Im Fußball hat es ja schon so einige kuriose, fast schon irrwitzig erscheinende Partien gegeben. Mit in diese Kategorie gehört das Vorbereitungsspiel zwischen Damen-Kreisligist Schwarz-Weiß Breckerfeld und der Frauen-Nationalmannschaft Namibias, das am Wochenende in der kleinen Stadt im Ennepe-Ruhr-Kreis stattfand.
 
Wie diese Begegnung zu Stande kam? Namibia hat in Kaiserau ein Trainingslager absolviert. Und wollte ein Testspiel gegen einen schwächeren Gegner. Beim 11:0-Sieg wurde die Nationalvertretung ihrer Favoritenrolle auch gerecht. Nicht so schlimm, findet Breckerfelds Trainer Klaus Leyendecker.
 
Herr Leyendecker, Sie wirken trotz der haushohen Niederlage gelassen und zufrieden.
Das bin ich auch, wir haben dieses Ergebnis ja in etwa erwartet. Namibia war in allen Belangen übermächtig. Meine Spielerinnen waren wegen der großen Kulisse ziemlich nervös. Aber der Ausgang des Spiels war auch nicht von großer Bedeutung für uns.
 
Worum ging es bei dieser Veranstaltung?
Wir wollten Werbung für den Frauenfußball betreiben und das ist uns wunderbar gelungen. Wir hatten zwischen 600 und 700 Zuschauer zu Gast, die ein tolles Spiel gesehen haben. So mancher Klub in der Frauen-Bundesliga würde sich bei Meisterschaftsspielen über solch eine Resonanz freuen.
 
Vor dem Spiel wurden sogar Nationalhymnen gespielt, Ihre Spielerinnen haben den Platz mit Einlaufkindern betreten. Hätten Sie das mal für möglich gehalten?
Nein, mit Sicherheit nicht. Ich habe zwar mal mit der C-Jugend des BVB gegen die gleichaltrige Nationalmannschaft Belgiens gespielt. Aber das war nicht so eine große Sache. Allerdings haben wir da mit 3:0 gewonnen. (lacht)
 
Was konnten die prominenten Gäste denn so abseits des Feldes erleben?
Die Namibierinnen haben sich am Nachmittag ins goldene Buch der Stadt Breckerfeld eingetragen, danach sind sie zu Fuß zum Sportplatz gewandert. Nach dem Spiel haben wir gemeinsam gegrillt und konnten uns ein wenig austauschen und kennenlernen.
 
Hat denn auch mit der Verständigung alles geklappt?
Das Verrückte war: Ich habe eine namibische Spielerin nach der Partie mit meinem zugegeben bescheidenen Englisch angesprochen. Auf einmal hat sie mir mit akzentfreiem Deutsch geantwortet. Ich dachte zunächst, ich höre nicht richtig. Aber Namibia war früher mal eine deutsche Kolonie Deutschlands und ist auch heute immer noch deutsch geprägt.

Allgemeine Zeitung Münsterland, So. 11.08.2013

Gänsehautfeeling mit Musik

Blechblaeser-aus-Westerkappeln-zu-Besuch-in-Namibia-Gaensehautfeeling-mit-Musik image 630 420f wnÜber die Musik bauten die Blechbläser aus dem Kirchenkreis Tecklenburg eine Brücke zwischen Schwarz und Weiß. „Erstaunlich, was die namibischen Musiker aus ihren oftmals alten, notdürftig geflickten verbeulten Instrumenten herausholen", lobten die Blechbläser von „Brass for Partnership Foto: privat

Westerkappeln/Otjiwarongo -

„Brass for Partnership": Unter diesem Motto verbrachten engagierte Musiker und Christen aus dem Tecklenburger Land eine ereignisreiche Zeit in Namibia. Gemeinsam mit Kirchenmusikdirektor gab es Konzerte, Gottesdienste und Workshops in dem afrikanischen Land. Die Musik baute eine Brücke zwischen Schwarz und Weiß. Von Dietlind Ellerich

„Brass for Partnership" möchte über die Musik eine Brücke zwischen Schwarz und Weiß bauen, über Rhythmen und Melodien Kontakte knüpfen. Mit diesen Worten hatte Kirchenmusikdirektor Martin Ufermann Anfang Juli, knapp zwei Wochen vor dem Abflug des Blechbläserensembles nach Namibia, das Ziel der Reise beschrieben. Das hat bestens funktioniert. Wenige Tage nach der Rückkehr aus Afrika schwärmt Ufermann von den Eindrücken, die er und seine Mitreisenden aus dem Kirchenkreis Tecklenburg von der gut zweiwöchigen Tour mitgebracht haben.

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Allgemeine Zeitung, Münsterland, Do., 08.08.2013

Superintendent besucht Partnerkreis in Namibia / Gottesdienste voller Leben

Superintendent-besucht-Partnerkreis-in-Namibia-Gottesdienste-voller-Leben image 630 420f wnSuperintendent André Ost und Annette Salomo haben den Partnerkreis Otjiwarongo in Namibia besucht und sind mit vielen Eindrücken aus Afrika zurückgekehrt.
Foto: Michael Baar

Es waren intensive zwei Wochen für Superintendent André Ost und Pfarrerin Annette Salomo, im Kirchenkreis Tecklenburg zuständig für die Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Otjiwarongo in Namibia. Auch wenn ihnen vieles gut gefallen hat, „es lässt sich nicht einfach nach hier übertragen", stellt André Ost fest.

Von Michael Baar

Denkt André Ost an die Gottesdienste in Namibia, gerät er ins Schwärmen: „Ein absolutes Highlight." „Sehr viel Lebendigkeit". „Die tolle Beteiligung der ganzen Gemeinde." Dem Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg gehen die Superlative nicht aus. Gleichwohl weiß er die beim Besuch des Partnerkreises Otjiwarongo gemachten Erfahrungen einzuordnen: „Das lässt sich so nicht übertragen."

Eine Einschätzung, der Annette Salomo nicht widerspricht. Die engagierte Christin aus Lotte ist seit gut einem Jahrzehnt für die Pflege der Partnerschaft mit Namibia zuständig. Ein Grund für die lebendigen Gottesdienste: „Eine Art Moderator führt durch die Zusammenkunft, ein anderer ist für die Liturgie, ein Dritter für die Musik zuständig", berichtet sie. Dass die bis zu 16 Chöre pro Gemeinde entsprechend Platz im Gottesdienst einnehmen, „ist dort selbstverständlich". Die beiden Geistlichen waren zeitgleich mit den Musikern und Kreiskantor Martin Ufermann in Namibia. Dreimal haben sich die Gruppen getroffen.

Drei bis vier Stunden dauert in den afrikanischen Gemeinden ein Gottesdienst. Das haben André Ost und Annette Salomo jetzt bei ihrem Besuch in Otjiwarongo erfahren. Da werden Geburtstagskinder nach vorne geholt, da wird gelacht und getanzt, da erhält aber auch das Wort Gottes den ihm zustehenden Raum und Rahmen.

Warum die Menschen in Namibia fröhlicher sind im Gottesdienst? „Die ziehen dort Kraft heraus für ihren nicht leichten Alltag", hat André Ost erkannt. „Den Leuten fällt es viel leichter, über ihren Glauben, über Jesus zu sprechen", hat Annette Salomo erlebt. „Auch auf der Straße."

Seit rund 30 Jahren gibt es die Partnerschaft zwischen den evangelischen Kirchenkreisen Otjiwarongo, Tecklenburg und Wesel als Drittem im Bunde. Positiv registriert haben die beiden Seelsorger, dass der Staat mehr Geld in Bildung investieren will, angefangen bei Kindergärten. Der Besuch der Primary School soll kostenfrei sein. Aids-Prävention und Teenager-Schwangerschaften – dort soll über die Schulen Bewusstsein geweckt werden.

Mit Wünschen sind die Partner aus dem Norden konfrontiert worden. „Teils ganz konkret", sagt Annette Salomo und nennt Notenständer, Gemeindehaus, Kirche und Autos (Reparaturen) als Beispiele. Auch wenn der geistige Austausch „mindestens ebenso wichtig ist", die Probleme des Alltags hängen von einigen Euro ab.

Die Gründung eines Solidarfonds sehen die beiden Seelsorger als wichtigen und richtigen Schritt an. „Der soll die Unabhängigkeit der Kirche in Namibia stärken", erläutert Annette Salomo. „Wir haben Vertrauen", spielt André Ost auf eine wichtige Regelung hin: Der Partnerkreis in Namibia entscheidet allein, welche Projekte gefördert werden.

Landesbücherei in Dessau / Botschafter bestaunt kleinstes gedrucktes Buch der Welt
Mitteldeutsche Zeitung, 09.08.2013


2396294021102598dmFlashTeaserResedes botschafter-091710172371-57912604.JPGBotschafter Neville Gertze, Oberbürgermeister Klemens Koschig und Honorarkonsul Buchard Führer (3., 4. ,5. v.l.) verfolgen die Ausführungen von Martine Kreißler (2.v.r.) (BILD: Sebastian)

Von Heidi Thiemann

Der Honorarkonsul Buchard Führer übergibt an den namibischen Botschafter Neville Gertze den Jahrestätigkeitsbericht. Die Übergabe war bereits für Anfang Juni geplant. Diese musste allerdings aufgrund der verheerenden Flutkatastrophe in Mitteldeutschland verschoben werden.

Das kleinste gedruckte Buch der Welt? Neville Gertze, Botschafter der Republik Namibia in Deutschland, ist begeistert, zückt sein Handy, um das Buch im Foto festzuhalten. „Für die Kinder", lacht er. Die Auswahl an kostbaren Schätzen, die ihm am Freitag in der Wissenschaftlichen Bibliothek der Anhaltischen Landesbücherei von Leiterin Martine Kreißler gezeigt werden, fasst er mit einem „wundervoll" zusammen. Die Begeisterung wird geteilt von Burchard Führer, Honorarkonsul der Republik Namibia für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Im Festsaal der Wissenschaftlichen Bibliothek hatte Führer zuvor seinen Jahrestätigkeitsbericht an Gertze übergeben. Bereits Anfang Juni war das geplant, musste allerdings aufgrund der verheerenden Flutkatastrophe in Mitteldeutschland verschoben werden. Seit 2009 ist der Chef der Unternehmensgruppe Führer, die Heime für Senioren und behinderte Menschen in zehn Bundesländern betreibt, ehrenamtlich als Honorarkonsul tätig. Ihm obliegt es dabei, die Kontakt zwischen Deutschland und Namibia zu fördern - ob kultureller oder wirtschaftlicher Art. „Das macht mir Freude", betont er.

Besonders am Herzen liegt Führer, dessen Unternehmensgruppe im Golfpark Dessau ihren Sitz hat, dabei auch die Förderung der Beziehung zwischen Rehoboth und Dessau-Roßlau. Erst zum Stadtfest zu „Dessau 800" war eine Delegation aus Namibia an Elbe und Mulde zu Gast. Zudem gibt es eine Schulpartnerschaft mit der Europaschule Gropius-Gymnasium. Voller Lob auch ist Führer vom Theaterstück „Die Verdammten dieser Erde", das sich mit dem Zusammenleben von Schwarz und Weiß beschäftigt. „Das hat bundesweit viel Aufmerksamkeit erzeugt", freut er sich, „und ist ein Zeichen von Weltoffenheit." Dass die Partnerschaft von Rehoboth und Dessau-Roßlau auf gutem Wege ist, ist Führer sicher.

Mit Partnerschaften, Kooperationen, Erfahrungsaustausch, der gemeinsamen Suche nach Lösungen für Herausforderungen, die beide Länder betreffen (z. B. Klimawandel) würde ein besseres Verständnis zwischen den Völkern befördert, sagt Botschafter Neville Gertze. Weshalb er sich wünscht, dass man auch in Zukunft voneinander lerne und profitiere. „Auch wir wollen die Beziehungen weiter intensivieren", erklärt Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Klemens Koschig. Fünf Jahre seien das selbst gesteckte Ziel, um eine Städtepartnerschaft mit Rehoboth aufzubauen. Es wäre die achte Partnerstadt von Dessau-Roßlau - und die erste in Afrika.

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