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Wie überleben Tiere in der Wüste?

20.07.2011

Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) untersuchen erstmals systematisch, wie sich größere Wildtiere an extreme Trockenheit und Hitze in Wüstenregionen angepasst haben.

Sie gehört zu den trockensten und unwirtlichsten Gebieten der Erde: die Namib-Wüste in Namibia, dem ehemaligen Deutsch-Südwest-Afrika. Tagsüber herrschen hier bis zu 50 Grad Celsius, nachts um Null Grad.

springbockAn manchen Stellen regnet es zehn Jahre lang nicht. Die Natur hat jedoch dafür gesorgt, dass dieser Landstrich trotzdem belebt ist (obwohl Namib in der Sprache der Eingeborenen das „leere Land“ bedeutet). Diese nahezu konstanten Umweltbedingungen ermöglichten es, dass sich Lebewesen an diesen Extremstandort anpassen konnten.

Welche Strategien insbesondere große Wildtiere in der Wüste entwickelt haben, um ihren Nahrungsbedarf und ihren Durst zu stillen, das interessiert die Forscher Dr. Christian Voigt und David Lehmann vom Leibniz-Institut für Zoo und Wildtierforschung. „Im Zuge der Klimaerwärmung und sich ausbreitender Wüsten wird es immer wichtiger zu verstehen, wie Tiere in extrem trockenen und heißen Gebieten überleben können“, sagt Voigt. Zwar wisse man schon einiges, etwa dass Nashörner auf der Suche nach Wasser weit wandern und Elefanten Meister im Aufspüren verborgener Wasseradern sind. Viele Wüstenbewohner        Springbock; Foto: Dr. Christian Voigt

und ihre Überlebensstrategien stellen die Forscher aber noch vor Rätsel.

In einem neuen Projekt wollen die Forscher nun zwei der Namib-Bewohner besonders unter die Lupe nehmen: die Oryx-Antilope, auch Spießbock oder Gemsbock genannt (Oryx gazella), und den Springbock (Antidorcas marsupialis). Die Tiere gelten als „Flagship-Art“: Sie sind weithin bekannt und verbreitet und haben dadurch nicht nur eine Bedeutung für das Ökosystem, sondern auch eine wirtschaftliche, da sie den Einheimischen als Nahrung dienen. Die Oryx-Antilope hat es sogar auf das namibische Wappen geschafft.

Die Oryx-Antilope frisst vor allem Gräser, daher gehen die Forscher davon aus, dass sie ohne zusätzliches Wasser auskommt. Sicher sind sie sich aber nicht. „Vielleicht suchen die Tiere auch unbekannte Wasserstellen in den unzugänglichen Wüstenregionen auf“, sagt Voigt. Die Forscher wollen sie deshalb mit GPS-Sendern bestücken, um ihre Wanderungen zu verfolgen. Im Gegensatz zur Oryx-Antilope zupft der Springbock vor allem Blätter von Büschen. Aufgrund dieser unterschiedlichen Nahrungsnischen können die Arten vermutlich nebeneinander existieren.

Die Forscher interessiert vor allem, welche Nahrung die beiden Arten im Laufe eines Jahresverlaufes zu sich nehmen. Dazu werden sie die Hörner von gejagten Tieren untersuchen. Ähnlich wie bei Baumringen können sie im Hornquerschnitt über die Messung von Stabilisotopen die Nahrungsaufnahme über Jahre zurück verfolgen und so auch Zusammenhänge mit dem Klima aufspüren. Woher das Körperwasser der Tiere stammt, wollen sie mit Hilfe von Wasserstoffisotopen herausfinden. Diese sind bei pflanzlichem Wasser anders zusammengesetzt als etwa bei Grundwasser oder Tau. Die Untersuchungen sollen den Forschern Rückschlüsse darauf geben, wie Huftiere auf das weltweite Problem der Versteppung reagieren. Wichtig ist ihnen, das Projekt gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung durchzuführen.

http://www.oryxprojekt.de/

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Gesine Wiemer | Quelle: Forschungsverbund Berlin e.V.

Stadt Herten

Herten macht den Strukturwandel erlebbar

18.07.2011 | Herten

Studentinnen aus Namibia auf Stadtrundfahrt mit Bürgermeister

Nam_Students_Bochum

Einst größte Bergbaustadt Europas, jetzt den Herausforderungen des Strukturwandels ausgesetzt – Herten hat in den vergangenen Jahrzehnten viele Veränderungen mitgemacht. Perfektes Beispiel für die Delegation aus Namibia und Bochum, die sich von Bürgermeister Dr. Uli Paetzel und Stadtbaurat Volker Lindner praxisnahe Beispiele in Sachen Stadtentwicklung bei einer Stadtrundfahrt zeigen ließ.

Auf dem Lehrplan einiger Bochumer und afrikanischer Studenten stand ausnahmsweise kein Vorlesungsbesuch, sondern eine Exkursion. Thema: Standortentwicklung im Strukturwandel am Beispiel der Stadt Herten. Das Institut „Zefir“ – Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung an der Ruhr-Universität Bochum – hatte eingeladen. Dessen Aufgabenfeld umschließt unter anderem, Bedingungen, Wirkungen und Folgen des Strukturwandels zu erforschen sowie kritisch und aktiv zu begleiten.

Zefir ist eine Forschungseinrichtung, die momentan im intensiven Kontakt zu der University of Namibia in Windhoek steht. Prof. Dr. Klaus Strohmeier von der RUB betont: „Wir hoffen auf eine nachhaltige Kooperation unserer Hochschulen.“ Weil man gegenseitig von Erfahrungen profitieren möchte und sich das am besten an Praxisbeispielen erklären lässt, ließ sich Uli Paetzel nicht lange bitten, als der gebürtige Hertener Strohmeier mit der Bitte um eine Stadtführung an ihn heran trat.

„An den Projekten, die wir auf den Zechenbrachen und um sie herum in den Stadtteilen verwirklichen und planen, lässt sich wunderbar unser dreigliedriges Entwicklungskonzept erkennen“, erklärte Bürgermeister Paetzel. Arbeit, Bildung und Teilhabe – Erstens: Neue Jobs schaffen, um die Lücke nach Ende des Bergbaus zu schließen. Zweitens: Kinder von der Geburt an fördern und sie bis in den Berufseinstieg begleiten. Und drittens: Aktive Teilhabe an den verschiedenen Projekten für die Bürger dieser Stadt möglich machen.

Neben der Stadtrundfahrt die ganz dem Thema Standortentwicklung gewidmet war, lernten die Gäste aus Afrika natürlich auch viele „ruhrgebietstypische“ Dinge kennen und ließen den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen mit Uli Paetzel im Alten Dorf Westerholt ausklingen.

Pressekontakt: Pressestelle, Ramona Hoffmann (Volontärin) Telefon (0 23 66) 30 32 27 E-Mail: r.hoffmann ( at ) herten.de

Herausgeber: Pressestelle der Stadt Herten
45697 Herten
Telefon: (0 23 66) 303-357
Fax: (0 23 66) 303-523
Web: http://www.herten.de
E-Mail: pressestelle( at )herten.de
EBENHAUSEN
MAINPOST 20. Juli 2011

Hackenberg als Vorsitzender bestätigt

Jahresversammlung des Vereins „Hilfe für Kinder der Dritten Welt

foto1(ge) Heinrich Hackenberg aus Ebenhausen ist für weitere zwei Jahre Vorsitzender des Vereins „Hilfe für Kinder der Dritten Welt“. Er wie auch sein Stellvertreter Herbert Weichold (Schweinfurt), Kassier Sven Zillmer (Hambach) sowie die Kassenprüfer Marlene Schuh (Niederwerrn) und Thorsten Schlotter (Eltingshausen) wurden bei der Jahresversammlung des Vereins in ihren Ämtern bestätigt.

„Mit Bildung gegen Armut“ – unter dieser Devise steht die Arbeit des Vereins, der seinen Sitz in Schweinfurt hat. In der Jahresversammlung stellte Hackenberg die aktuellen Projekte, die in Zusammenarbeit mit den Salesianern von Don Bosco in Indien und Afrika laufen, vor.  

Bleibt Vorsitzender: Heinrich Hackenberg (links), hier auf einem Archivbild von 2007 mit Father Thomas, dem Leiter des Projekts in Rundu, Namibia.

An 16 Projekten, so der Vorsitzende, beteilige sich der Verein, 13 in Indien und drei in Namibia, dazu betreue man 2400 Patenschaften für Kinder und 1460 Betten für Kranken- und Kinderstationen. Außerdem unterstütze der Verein Pater Shaji, der in Indien über 1500 Kindern, die an Rachitis erkrankt sind, helfe.

„Eine ganz große Sorge bedrückt uns: Das im Jahr 2000 errichtete Krankenhaus in Polsonda in Nordostindien soll Platz machen für die Verbreiterung einer Nationalstraße“, informierte Hackenberg. Dabei könnte die Route um das Krankenhaus herum gelegt werden. Bislang seien die Einsprüche erfolglos. „Der Abriss ist eine Katastrophe für alle“, betonte der Vorsitzende, „im Haus werden viele TBC- und Malariakranken behandelt.“

In Kalkutta helfe der Verein Straßenkindern, außerdem gelte es, eine mobile Klinik aufrechtzuerhalten. In Bangladesh habe man zehn Trinkwasser-Brunnen gebaut.

Seit einigen Jahren, so Hackenberg weiter, engagiere sich der Verein im Norden Namibias. Vom Sambesi aus sei eine 700 Meter lange Wasserleitung gelegt worden, um große Wassertanks zu füllen. Bereits gebaut beziehungsweise in Planung seien Waisenhaus und Kindergarten. Die Finanzierung stehe weitgehend – dank 45 000 Euro von den Sternsingern, 10 000 Euro an Spenden per Zeitungsaufrufen, 3000 Euro aus einer privaten Stiftung und 1000 Euro über eine dm-Filiale in Schweinfurt. Weitere Hilfen wie die „Vereinsmeieraktion der Würzburger Hofbräu“ liefen noch. In Rundu, wo ein Kindergarten errichtet werde, soll in einem angemieteten Gebäude eine Nähschule entstehen.

Kassier Sven Zillmer verdeutlichte, dass alle Hilfen über die Salesianer laufen. Die Einnahmen aus Vereinsbeiträgen und Spenden hätten im vergangenen Jahr die Ausgaben von 6500 Euro gedeckt, wobei nur 0,8 Prozent als Verwaltungsaufwand angefallen seien.

Botschafter Gertze eröffnet die 10. Afrikatage in Landshut / Bayern
Landshuter Zeitung, 18. Juli 2011

Afrikatage in Landshut


Grußworte
des Botschafter, S.E. Neville Gertze
HZ online Hersfelder Zeitung, 14.07.2011
Axel von Baumbach verhandelt in Namibia über deutsche Beteiligung

Studentenheime in Afrika

Kirchheim. Axel von Baumbach, Forstassessor aus Kirchheim, wurde von Professor Dr. Lazarus Hangula, Vizekanzler der Universität von Namibia (UNAM), in dessen Privatwohnung in Windhuk empfangen. Hintergrund des Treffens war der Wunsch des waldhessischen Unternehmers, mit dem einflussreichen Amtsträger über die Beteiligung deutscher Investoren am Bau tausender neuer Studentenwohnungen auf dem Campus von Windhuk und an weiteren Standorten in ganz Namibia zu verhandeln.

Kirchheimer baut Kontakte in Namibia auf: Axel von Baumbach (links) mit Prof. Dr. Lazarus Hangula. Foto: nh

Kirchheimer baut Kontakte in Namibia auf: Axel von Baumbach (links) mit Prof. Dr. Lazarus Hangula. Foto: nh

Baumbach, der als Teilhaber einer Landentwicklungsgesellschaft in der Nähe von Okahandja in Namibia engagiert ist, sieht große Chancen für deutsche Unternehmer in dem boomenden Land im afrikanischen Südwesten, das als früheres Schutzgebiet „Deutsch-Südwest-Afrika“ eine enge geschichtliche Verbindung mit Deutschland besitzt.

Das Land selbst gilt aufgrund seiner Lage und seiner nahezu perfekten Infrastruktur als künftiger Dreh- und Angelpunkt von Wirtschaft- und Finanzpolitik im südlichen Afrika. Die politische Situation gilt als stabil und es herrscht Rechtssicherheit für ausländische Investoren. Der Strom bildungshungriger junger Menschen aus Namibia selbst und den angrenzenden Ländern hat dazu geführt, dass es für die mittlerweile rund 17000 Studenten der Universität kaum noch geeignete und erschwingliche Unterkünfte gibt. Universität und Regierung haben deshalb beschlossen, den Privatsektor bei Finanzierung und Betrieb der künftigen Wohnheime zu beteiligen.

Prof. Hangula, dem gerade dieses Projekt am Herzen liegt, wirkte zehn Jahre an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und erwarb hier im Jahre 1991 seinen Doktorgrad. Der 63-Jährige ist ein Freund und enger Weggefährte des Staatsgründers und früheren Präsidenten Dr. Sam Nujoma, der, wie von Baumbach erfahren durfte, noch am Vortag des Gespräches auf dem selben Sessel Platz genommen hatte, wie der der sichtlich beeindruckte Kirchheimer Forstmann.

szmtag

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