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Diese Willms-Schülerinnen sammeln durch den Verkauf von Bastelarbeiten an ihrem Stand Geld für den guten Zweck. FOTO: Andreas Nistler

11. Dezember 2010

„Bastelarbeiten besonders beliebt“

„Weihnachten am Willms“ überzeugt durch Angebotsvielfalt, Kreativität und festliche Stimmung

Das Gymnasium an der Willmsstraße hat in diesem Jahr eine Gesamtsumme von exakt 5688,88 Euro eingenommen. Die Hälfte geht an die Gemeinde Okakarara in Namibia, die andere Hälfte fließt schulinternen Zwecken zu. Von Nina J. Wagenknecht

delmenhorst. „Man merkt, dass bald Weihnachten ist“, sagt der elfjährige Kai-Ole Wachsmuth und lächelt. Gemeinsam mit seiner Klasse verkauft er Kekse für den guten Zweck. Es macht ihm und seinem Mitschüler Lennard Meyer Spaß, den vorbeiziehenden Besuchern selbst gemachtes Gebäck anzubieten. „Die Leute sind freundlich und lächeln, wenn wir sie ansprechen. Keiner beschwert sich über die Preise“, erzählt Lennard und lacht.

Gestern lud das Gymnasium an der Willmsstraße seine Besucher zu „Weihnachten am Willms“ ein. „Wir hoffen, dass wir durch unser großes Angebot viel Geld einnehmen“, sagt die 13-jährige Sarah Strauß aus der 8c. „Es ist ein sehr wichtiges Ereignis an unserer Schule“, betont auch Schulleiter Burkhard Leimbach. „Seit vier Jahren unterstützen wir durch die Hälfte unserer Einnahmen „Steps for children“, um deren Projekt in Okakarara zu fördern.“ weiterlesen...

13.12.2010

Hilfe für Namibia trägt Früchte

okanona

Selters/Hadamar. Hilfe für Kinder im Slumviertel von Swakopmund in Namibia: Das ist seit 2001 das Ziel der Okanona-Kinderhilfe mit Sitz in Selters und zahlreichen Mitgliedern im Westerwald sowie rund um Hadamar. Kürzlich waren wieder Abgesandte aus Deutschland in Namibia und brachten einen Scheck über 10 000 Euro mit. Das «Okanona Child Care Project» wurde vor zehn Jahren von Siggy Fraude, einer Deutschen in Namibia, gegründet. «Okanona» bedeutet «Kind» in der Sprache der Owambo. Die Okanona-Kinderhilfe in Deutschland wurde ein Jahr später im Evangelischen und Johanniter-Krankenhaus in Selters ins Leben gerufen.   

Die jüngste Abordnung, bestehend aus Ursula Reuhl, Karin Müller und Karin Dienstbach, besuchte mehrere Kindergärten, denen Okanona hilft. Die Tagesstätten ermöglichen es den Eltern, einer Arbeit nachzugehen, bieten aber auch selbst Arbeit. So wird unter anderem jungen Frauen die Ausbildung zur Erzieherin finanziert. Der Schwerpunkt des Hilfsprojekts ist es aber, Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Das Wohnheim der Marienschwestern in Swakopmund beispielsweise bietet Kindern Übernachtungsmöglichkeiten, um ihnen einen weiten Schulweg zu ersparen, außerdem regelmäßiges Essen und Hausaufgabenbetreuung.

Der wichtigste Besuch galt der Hanganini School. In diese Schule gehen rund 450 Kinder, und es fehlen Klassenräume. Okanona hat 10 000 Euro gespendet, damit ein neuer Raum gebaut werden kann. Überrascht erlebten die Gäste aus dem Westerwald, dass die ganze Schule auf den Beinen war, um sie zu empfangen. Es wurde gesungen, getanzt und Gedichte aufgesagt.  
 

Wer das Hilfsprojekt unterstützen möchte, kann sich an die Vorsitzende Sabine Märtens, Telefon:  (01 71) 2 12 51 32, wenden oder sich unter http://www.okanona.de informieren. nnp


Neues Deutschland
14.12.2010

Wenn die Natur ruft in Otjiwarongo

Trockentoiletten sind in Namibia ein erheblicher Fortschritt gegenüber dem stillen Örtchen in freier Wildbahn

Von Susanne Laudahn
2008, im UN-Jahr für sanitäre Grundversorgung, begann der Solidaritätsdienst-international mit dem Bau von Trockentoiletten in Namibia. Mit ihnen soll gefährlichen Infektionserkrankungen ein Riegel vorgeschoben werden.
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Die Trockentoiletten, vor denen Josh und seine Brüder herumtollen, sind in Otjiawarongo wie anderswo noch längst keine Selbstverständlichkeit in dem armen südwestafrikanischen Land. Foto: SODI

Die Sonne brennt, und die Trockenheit nimmt einem den Atem: Es ist Sommer in Namibia. Die hellblaue Toilette der Familie Salimba steht inmitten von Hirsepflanzen, dem Hauptnahrungsmittel der größten Bevölkerungsgruppe, der Owambos. Bunt, hygienisch und funktional sind die Trockentoiletten, die SODI mit Unterstützung der Europäischen Union und zahlreicher Spenderinnen und Spender seit 2008 in Otjiwarongo baut.

Josh lacht. Es ist ihm peinlich, wenn man ihn nach Toiletten fragt: Das ist doch kein Problem von Jungen. Jungs beschäftigen sich hier, am Rande der Stadt, mit ganz anderen Dingen. Streiche spielen und sich verstecken, wenn der betrunkene Nachbar um sich schlägt.

Eine einfache technische Lösung

Josh ist der jüngste Sohn von Laimi Salimba. Auf sein T-Shirt ist ein bunter Teddybär gestickt. Selbst hatte Josh nie ein Kuscheltier. Fußball ist seine Lieblingsbeschäftigung. Er spielt mit Plastiktüten, die er und seine Brüder zu einem Ball zusammenknoten. weiterlesen...

Die einmaligen Gesichter der Wüste Namib

Von Schwarzwälder-Bote
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Werner und Renate Niebel aus Schwenningen sind seit 15 Jahren jährlich zwei Monate in Namibia unterwegs. Die einmaligen Eindrücke halten sie in einem Breitwand-Kalender fest. Foto: Niebel Foto: Schwarzwälder-Bote

Villingen-Schwenningen (dis). 15 Jahre ist es nun her. Damals bereisten Werner und Renate Niebel aus Schwenningen erstmals das im Südwesten von Afrika gelegene Land Namibia. Die Perle Afrikas ließ sie nach dem zweimonatigen Aufenthalt nicht mehr los. Jedes Jahr, im Februar und März, tauchen sie ein in die besondere Faszination, die von der Wüste Namib ausgeht.

Im vergangenen Jahr durchquerten die beiden Schwenninger mit anderen Teilnehmern im Expeditionsstil die Wüste Namib über 60 Kilometer mit Langlaufski. Dies war äußerst Kraft sparend. Ein ZDF-Kamerateam begleitete die Expedition.

Von einem renommierten Reiseveranstalter wurde Werner Niebel gebeten, eine Safari durch das große Sandmeer der Wüste Namib auszuarbeiten. Mit einem Spezialfahrzeug und im Expeditionsstil (Campen) kann während sechs Tagen die Wüste Namib hautnah erlebt werden. Um dieses Erleben in der Sandwüste zu steigern, sind auf Wunsch kurze Wanderungen vorgesehen. Werner Niebel begleitet mit seinen Kenntnissen die Safari als Reiseleiter.

Namibia bietet auf kleinem Terrain auf der Welt einmalige und atemberaubende Landschaften.

Von Neugier getrieben versucht Werner Niebel durch Fotografieren die Eindrücke einzufangen und in einem Namibia-Kalender zu präsentieren. Im sechsten Jahr erscheint nun der Kalender und erfreut sich großer Beliebtheit.

Der Betrachter erliegt mit diesem Kalender der Faszination ganz außergewöhnlicher Landschaftseindrücke und Naturerscheinungen. Die Landschaftsmerkmale der Wüste Namib ziehen jeden Besucher in ihren Bann und wirken in der Erinnerung nachhaltig. So sind es stimmungsvolle Sonnenauf- und -untergänge, die Ehrfurcht auslösen.

Faszinierend ist in der Dünenwelt das Spektrum an vom Wind modellierten Formen, die von elegant einfach bis üppig überschwänglich reichen. Durch Verwitterungsvorgänge bearbeitete und für unsere Begriffe unfassbare Skulpturen in den Felsregionen, sind jede ein Wunder und ein Kunstwerk für sich. Die Pflanzenwelt hat Formen hervorgebracht, deren künstlerische Ausdruckskraft und Schönheit unwiderstehlich sind. Ohne ausgeklügelte Überlebensmechanismen könnte die Tierwelt in ihrem Habitat nicht bestehen, da es eigentlich lebensfeindlich ist. Unter der Erdoberfläche offenbart die Welt der Mineralien Wunder über Wunder.

Weil die Wüste Namib viele Wunder offenbart, hat der Namibia-Kalender 2011 den Titel "Faszination Natur". Die Informationstexte sind in deutscher und englischer Sprache ausgeführt. Der Kalender hat das Format 63 mal 32 Zentimeter. Gedruckt wurde das Fotokunstwerk bei Revellio in Villingen.

Weitere Informationen: Infos und Bestellung im Internet unter www.reweni-namibia-kalender.de; per E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder Telefon 07720/81 21 77.

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