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Ausstellung beleuchtet Beziehung zwischen Deutschland und Namibia

19. Januar 2016
FreibergRektor Prof. Klaus-Dieter Barbknecht mit dem Namibianischen Botschafter Andreas B.D. Guibeb (rechts) und Studenten aus Mosambik © TU Bergakademie Freiberg

Seit über 130 Jahren ist Deutschland mit Namibia verbunden. Die am 19. Januar von Rektor Prof. Klaus-Dieter Barbknecht eröffnete Ausstellung der Deutsch-Namibischen Gesellschaft zeigt diese Beziehung. Anlässlich der Eröffnung besuchte der Namibianische Botschafter Andreas B.D. Guibeb die Universität.

Unter dem Titel „Namibia und Deutschland - Aktuelle Aspekte einer besonderen Beziehung" veranschaulichen über 40 Tafeln die vielfältigen Verbindungen in Politik, Gesellschaft, Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Einen Auszug dieser für beide Seiten wertvollen Zusammenarbeit können Besucher bis zum 11. März 2016 im Foyer der TU Bergakademie Freiberg (Akademiestraße 6) begutachten.

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06. Januar 2016
Jenaer Studenten vertreten Namibia

Axel Burchardt Stabsstelle Kommunikation/Pressestelle, Friedrich-Schiller-Universität Jena

newsimageStudierende der Universität Jena fahren 2016 zu internationaler UNO-Simulation in Rom

Sechs Studierende der Friedrich-Schiller-Universität Jena werden bei einer internationalen Konferenz-Simulation das Land Namibia vertreten. Sie repräsentieren das Land im südlichen Afrika während der kommenden „World Model United Nations" (WorldMUN), die vom 14. bis 18. März 2016 in Rom stattfindet. Der WorldMUN ist eine Simulation der Vereinten Nationen (UNO). Vier Tage werden die Jenaer Politikwissenschaftsstudierenden Elisa Calzolari, Lena Stránská, Christina Gerantoni, Cynthia Möller, Ulrich Schmid und Gunnar Hamann in unterschiedlichen UNO-Gremien die Interessen Namibias vertreten.

Wie in der „echten" UNO diskutieren bei dieser Simulation etwa 2.000 Studierende aus über 80 Ländern über realpolitische Probleme der Weltpolitik. Dabei wollen sie u. a. sowohl über Abrüstung, den Schutz der Menschenrechte und über die Entwicklung in Afrika diskutieren und Lösungsansätze erarbeiten. Ziel ist es, am Ende der Konferenz Beschlüsse auf den Weg zu bringen.

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auto-kultur-werkstatt (akw),
Teichstr.32, 33615 Bielefeld
Fon (0049) (0)521 - 521 45 28

Usakos – Photographs beyond ruins

Eine visuelle Konversation zwischen Vergangenheit und Gegenwart

07.11.2015 (Sa), 18.00: Vernissage

14.11., 21.11. (Sa), 15.00–18.00: Ausstellung

27.11.2015 (Fr), 18.00: Finissage

Fotoausstellung über die Stadt Usakos (Namibia), ihre Veränderung durch die Geschehnisse während der Apartheid bis in die Gegenwart und die Arbeit der sogenannten Wanderfotografen

photographs beyond ruins 1All Red Netball Team, Usakos (collection Cecilie //Geises)

Die Ausstellung „Usakos – Photographs beyond ruins" veranschaulicht anhand privater Fotosammlungen von vier namibischen Frauen die Geschichte der afrikanischen Bevölkerung in ihrem ehemaligen Heimatstadtviertel, der „old location" in der Kleinstadt Usakos, zwischen den 1920er und 1960er Jahren. Am Ende dieser Zeit hatte die Stadt nicht nur einen wirtschaftlichen Niedergang, sondern auch die Politik der südafrikanischen Kolonialmacht (1915–1990) zu erleiden. In Usakos wie in vielen anderen Städten Namibias wurde das Apartheid-Konzept einer segregierten Stadtplanung rücksichtslos umgesetzt. Zwangsumsiedlungen und Zerstörungen der alten Wohnquartiere der afrikanischen Bevölkerung waren die Folge, von der „old location" blieben nur noch Ruinen.

Besonders sind diese Fotos in zweierlei Hinsicht: Zum einen stellen sie seltene und den Archiven unbekannte, alltagshistorische Einblicke in die individuellen Lebensbereiche der afrikanischen Bevölkerung dar. Eigentümer, Urheber und Fotografen dieser Fotos sind afrikanisch, und es handelt sich immer um Bilder von namentlich bekannten Menschen, die nicht – wie in vielen öffentlichen archivarischen Sammlungen – nur als Mitglieder einer Gruppe, Ethnie oder eines Stammes dargestellt werden. Zum anderen bieten die Fotos einen kreativen Zugang zu der Geschichte dieses verschwundenen Stadtteils. Deshalb haben die Fotosammlungen sowohl ästhetischen Gehalt als auch historische Bedeutung.

photographs beyond ruins 2Photographer Jan Christian, Usakos old location, 1950s

(collection Gisela Pieters & Olga //Garoës)

Ergänzt werden die privaten Fotografien mit aktuellen Aufnahmen des südafrikanischen Fotografen Paul Grendon. Mit ihnen nimmt er Bezug zu den Ruinen der „old location" und zum heutigen Stadtbild, wodurch sich das visuelle Vermächtnis mit dem Gegenwärtigen verbindet und diese in einen Dialog miteinander treten.

Gisela Pieters and Olga //Garoës, 2013 (Paul Grendon)photographs beyond ruins 3

Die Ausstellung – in Form einer Dauerausstellung in Usakos und je einer Wanderausstellung in Afrika und in Europa und den USA – entstand als ein Gemeinschaftsprojekt von Studierenden und Dozierenden der Universitäten Namibia und Basel. Ergänzt und in Bielefeld umgesetzt wurde sie durch eine Gruppe von Studierenden und einer Dozentin der Geschichte an der Universität Bielefeld.

Einladung zur Gesprächsrunde und Ausstellungseröffnung am 30. September 2015 in Berlin

(Für weitere Informationen klicken Sie bitten auf das untere Bild)

Land Matters in Art

landmattersinart

Die Uni Basel schreibt an der Geschichte von Namibia mit

TAGES WOCHE, 28.8.2015
Die internationale Ausstellung «Photographs beyond ruins» ermöglicht einen einzigartigen, alternativen Blick auf die Geschichte einer Kleinstadt in Namibia in den 1920er- bis 1960er-Jahren. Die Szenerie ist Usakos, die Protagonistin Cecilie Geises, das Ziel eine neue Geschichte.

usakosDie Bilder aus der privaten Fotosammlung von Cecilie Geises erzählt die Geschichte von Usakos. Aufgrund seiner natürlichen Wasserquellen und geographischen Lage am Rande der Namibischen Wüste wurde die Kleinstadt im frühen 20. Jahrhundert zum Zentrum der damals einflussreichen Eisenbahngesellschaft OMEG (Otavi Mines and Railway Company). Dies führte bis in die 1950er-Jahre zu einem stetigen wirtschaftlichen Aufschwung in der Stadt. Es hielt allerdings nicht lange: In den 1960er-Jahren wurde Windhoek, die heutige Hauptstadt, das neue Eisenbahnzentrum. Viele Arbeiter folgten der Bahn und verliessen Usakos.

Der wirtschaftliche Abschwung in Usakos fiel zeitgleich mit der rücksichtslosen Umsetzung der Apartheidgesetze der Kolonialmacht Südafrika (1915-1990) zusammen. Mitte der 1950er-Jahre begann die Planung für eine radikale Umgestaltung der Stadt, wobei die Bevölkerung nach ethnischen Gruppen in eigene Quartiere (townships) zwangsweise umgesiedelt wurde. Cecilie Geises, die diese bewegte Zeit der Zwangsumsiedlung durch die Apartheid miterlebte, zeigt mit ihren Fotografien ihr Leben in der old location von Usakos.

Eine ganz besondere Stärke der Fotosammlung besteht darin, dass es sich hier immer um Bilder von Individuen, namentlich bekannten Menschen handelt, die von lokalen Fotografen aufgenommen wurden und daher nicht – wie in vielen öffentlichen archivarischen Sammlungen – als Mitglieder einer Gruppe, Ethnie oder eines Stammes dargestellt werden.

«Usakos – Photographs Beyond Ruins» ist ein internationales Projekt des Zentrums für Afrikastudien Basel, das von Studierenden und Dozierenden der Universitäten Namibias und Basels in Zusammenarbeit mit einer Kuratorin und einem Fotografen aus Kapstadt (Südafrika) entstanden ist. Es besteht aus insgesamt drei Ausstellungen, wovon eine als Dauerausstellung in Usakos (Namibia) selbst gezeigt wird. Diejenige in Basel ist eine von zwei Wanderausstellungen, die durch Südafrika und Europa ziehen. Hier in Basel wird sie zum ersten Mal mit den Ergebnissen der gemeinsam betriebenen studentischen Forschung aus Namibia präsentiert.

weitere Fotos und Informationen finden Sie hier: Tages Woche und hier: Basler Afrika Bibliographien

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